Über James
Der Idiot hinter Windschutzscheibe und Kamera.
Automatisch übersetzt — wenn etwas seltsam klingt, lies das englische Original.

Das bin ich, James, beim Essen eines Mac-’n’-Cheese-Sandwiches am Strand von St Andrews in Schottland. Ja, es ist genauso gut, wie es aussieht. Nein, keine weiteren Fragen.
In Frankreich aufgewachsen, in Berlin zuhause. Erst spät habe ich Wandern und Natur für mich entdeckt. Heute gibt es kaum etwas, das ich lieber täte.
Die Kamera ist seit fast zwanzig Jahren dabei. Vor allem Porträts meiner Freunde, meistens mit kleinem Klamottenbudget (mehr auf jayslaffat.art ). Aber sobald ich in die Berge oder nach Norden aufbreche, kommt die Kamera mit. Die Landschaften da oben haben weniger Kurven als meine Freunde, dafür kann ich sie immerhin auf Instagram posten und meinen Eltern zeigen.
Was mich da hochzieht, ist diese rohe, unberührte Natur, die man in Mitteleuropa nicht so leicht findet. Vulkanfelder, die noch auskühlen, Gletscher, die sich durch Täler schieben, Küsten, geformt von Tausenden Jahren Wind und Wellen. Landschaften, die dich daran erinnern, dass dieser Planet lange vor uns hier war und lange nach uns hier sein wird. Das fühlt sich für mich nach echter Wildnis an. Nicht nach gepflegtem Wald mit Parkplatz und Imbiss.
Dieses Gefühl ist immer weiter gewachsen. Die einzig vernünftige Antwort darauf war, drei Monate Auszeit zu nehmen und so weit nach Norden zu fahren, bis die Bäume aufhören.
Es geht zurück nach Island, diesmal um das Hochland zu erkunden. Anschließend hoch durch Norwegen und Finnland, über den Polarkreis. Ein Traum, den ich seit langem habe, und der jetzt endlich Wirklichkeit wird. Der Plan: ein Dacia Bigster, ausgebaut zum Leben. Ja, ein Dacia. Nein, kein Land Rover. Overlanding auf kleinem Budget, was vor allem heißt: Reddit-Threads durchforsten und um zwei Uhr morgens YouTube-Videos schauen, um zu verstehen, wie man die Elektrik neu zieht, die richtige Ausrüstung wählt und die Karre dabei möglichst heil lässt.
Der Straße folgen statt einem Zeitplan, irgendwo aufwachen, wo ich es nicht erwartet hätte, einen Tag länger bleiben, wenn ein Ort es verdient. Meine erste echte Overlanding-Tour.
Wenn ich das überlebe, geht es als Nächstes nach England, Schottland und Irland. Fjorde und Nordlichter eintauschen gegen Kreisverkehre, seitwärts fallenden Regen und eine ganze Reihe kultureller Verbrechen: veganes Haggis in den Highlands bestellen, alkoholfreies Guinness am Wild Atlantic Way und im Lake District die Milch zuerst in den Tee gießen. Tee und Scones gibt es selbstverständlich auch. Ich kann’s kaum erwarten.
Wünsch mir Glück.