In diesem Sommer war ich mit meinem Freund Romain wandern. Mein erstes Mal in den Dolomiten, und es dauerte nicht lange, bis ich verstand, warum die Leute immer wieder zurückkommen. Seit dieser Reise gehören die Dolomiten zu meinen absoluten Lieblingsorten. Die Kulisse war unwirklich, aber das Schönste war die Herausforderung: Wir wollten zu den Drei Zinnen, und der Weg dorthin führte durch viel Schnee, was alles härter und aufregender machte als gedacht.
Dabei blieben wir nicht. Wir nahmen reichlich weitere Gipfel und Seen mit, sprangen rein, sobald es ging. Wir lagen bei rund 1 500 Höhenmetern pro Tag, was uns ordentlich müde und ordentlich glücklich hielt. An einem Tag stolperten wir über einen verlassenen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg und konnten nicht widerstehen, hineinzuschleichen. Tunnel und Treppen schienen kein Ende zu nehmen. Zeitweise war es echt unheimlich, und nach stundenlangem Herumirren fanden wir endlich einen Ausgang. Erleichterung.
Ich habe auch zum ersten Mal E-Mountainbike ausprobiert. Ehrlich gesagt war ich skeptisch. Aber als wir Trails in Angriff nahmen, die ohne Unterstützung unmöglich gewesen wären, war das schnell vergessen. Viel mehr Spaß, als ich erwartet hatte.
Ich habe die Reise auch genutzt, um komplett abzuschalten. Zwei volle Wochen ohne Social Media, ohne Scrollen, ohne Benachrichtigungen. Es hat einen echten Unterschied gemacht. Ich war wirklich da, ganz im Moment, etwas, das ich lange nicht mehr so gespürt hatte.
Als das Wetter in Südtirol kippte, sind wir nach Tirol auf die österreichische Seite gewechselt, eine glänzende Entscheidung. Die Berge dort waren genauso beeindruckend, und genau dort habe ich meinen ersten 3 000er gemacht. Zum Abschluss haben wir es richtig krachen lassen und an einem einzigen Tag fünf Klettersteige aneinandergereiht. Intensiv, kräftezehrend, und einer dieser Tage, die man nicht vergisst.
Ein Sommer aus großen Aufstiegen, kalten Seebädern, gruseligen Bunkern und einem sehr guten Freund, mit dem ich das alles teilen konnte. Diese Reise hat tatsächlich meine Leidenschaft fürs Bergwandern entfacht, und seither hat sie nicht aufgehört.























































