Zwei Jahre später ging es zurück in die Dolomiten. Eigentlich war wieder Tirol geplant, aber Ende Juli zog Dauerregen über halb Europa, von Süddeutschland bis nach Slowenien. Norditalien war die einzige trockene Option, also packten wir den Van und fuhren nach Süden.
Vier schöne Wanderungen haben wir reingequetscht, bevor das Wetter auch dort aufholte. Jede führte durch Wälder, an Seen vorbei und in richtig wildes Gelände. Unterwegs haben wir alles Mögliche an Tieren gesehen, von Hofhunden bis zu Schlangen, die quer über den Pfad zogen. Je weiter weg vom Trubel, desto schöner wurde es. Die Dolomiten gehören zu den Orten, denen Fotos nie ganz gerecht werden, jeder Besuch bestätigt das aufs Neue.
Eines der Highlights war eine Wanderung bei Predazzo. Der Weg zog sich über einen Grat mit Dauerblick auf ein wunderschönes Tal und die umliegenden Gipfel. Atemberaubend. Am Ende kam ein Klettersteig, mit dem wir nicht gerechnet hatten, und die ganze Ausrüstung lag im Auto. Wir haben überlegt, es ohne zu probieren, weil das meiste wie ein leichter Pfad aussah, aber zwei, drei Stellen wirkten heikler und wir hatten keine Ahnung, wie schwer sie wirklich waren. Wir wollten definitiv nicht die Touristen ohne Ausrüstung sein, die allen den Weg blockieren würden. Also sind wir umgedreht und die ganze Tour zurückgelaufen. Ein bisschen Enttäuschung, aber auch die Freude, alles von der anderen Seite zu sehen, was einen ganz neuen Blickwinkel ergab.
Nach vier Tagen in den Bergen waren heftige Gewitter angesagt, und wir mussten die letzte Wanderung abkürzen. Mit ein bisschen Wehmut haben wir uns entschieden, nach München zurückzufahren. Die Dolomiten haben uns nicht enttäuscht, wir hätten nur gerne mehr Zeit gehabt.















































